Pädagogisches Konzept

Sozialpädagogische Grundsätze

Ziele und Werte

• Wir gestalten die Eingewöhnungszeit individuell nach den Bedürfnissen des Kindes und der Eltern.

• Wir passen die notwendigen Grenzen und Regeln dem Entwicklungsstand der Kinder an.

• Wir legen Wert auf einen partnerschaftlichen Umgang mit den Kindern.

• Das soziale Verhalten, der Umgang mit anderen Kindern und der Gruppe muss gelernt werden. Wir begleiten und

unterstützen die Kinder dabei.

• Wir hören den Kindern aktiv zu und ermuntern sie, zu sprechen und zu erzählen. Dabei sind wir stets Vorbild.

• Wir fördern und unterstützen die Entwicklung der Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz der Kinder.

• Wir legen grossen Wert auf freie wie auch auf geführte Spielaktivitäten und berücksichtigen, dass Kinder aus eigenen Erfahrungen lernen.

• Wir vermitteln den Kindern im Alltag Geborgenheit durch fixe Zeiten wie Essen, Schlafen und andere Rituale.

• Wir geben dem Kind altersentsprechend die Möglichkeit, sich aktiv an der eigenen Körperpflege zu beteiligen,

ermutigen und unterstützen es auch bei dieser Entwicklung.


Eingewöhnungszeit

Wir legen besonderen Wert auf diese Zeit und mit viel Einfühlungsvermögen versuchen wir, die Eingewöhnung des Kindes in die Gruppe individuell zu gestalten. Dabei orientieren wir uns am Berliner Modell, das darauf abzielt, das Kind während ca. zwei Wochen schrittweise in Begleitung der Eltern an die neue Umgebung, die Kinder und die Betreuungspersonen zu gewöhnen. Nach Ablauf der Eingewöhnungsphase sollte das Kind fähig sein, sich ohne Eltern in der Gruppe zurechtzufinden. Wir versuchen, das Interesse des neuen Kindes für unsere Aktivitäten und Spiele zu wecken, ermutigen es mitzumachen und unterstützen es mit viel Zuwendung. Nie aber zwingen wir es zu irgendetwas. Es bestimmt das Tempo der Integration selber.

Persönlichkeitsentwicklung

Im Kleines Universum akzeptieren wir jedes Kind als einmalige Persönlichkeit mit einer eigenen Geschichte, individuellen Fähigkeiten und Begabungen. Es ist uns wichtig, den Entwicklungsstand aller Kinder zu kennen. So können wir individuell auf die speziellen Bedürfnisse und Interessen eingehen und diese gezielt fördern. Das Kind soll immer wieder Lernerfolge erleben können. Wir unterstützen vom frühesten Alter an die Selbstständigkeit, indem wir das Kind ermutigen, aktiv am Alltagsgeschehen teilzunehmen, zu experimentieren und auszuprobieren (z.B. Gesicht waschen, Tisch decken, aufräumen, Treppen steigen etc.). Wir helfen den Kindern, Erfahrungen positiv zu sehen, fördern ihre Stärken und ermutigen sie bei Schwierigkeiten. Wir unterstützen die Kinder in ihrer emotionalen, sozialen, intellektuellen und körperlichen Entwicklung.


Soziales Verhalten

Eine Gruppe ist für das Kind voller Herausforderungen. Mit Hilfe der Betreuerin, welche Spielregeln aufstellt, damit das Zusammenleben in der Gruppe überhaupt möglich ist, lernt es, Grenzen zu erkennen. Es erlebt, dass seine Bedürfnisse ernst genommen werden, die der anderen aber auch. Das heisst, es muss lernen, mit Frustrationen umzugehen, muss Enttäuschungen ertragen, Warten können, zurückstehen, vielleicht auch einmal verzichten, wird leichter akzeptiert, wenn anschliessend ein Erfolgserlebnis folgt. Wir unterstützen die Kinder im Umgang mit Gefühlen. Freude, Trauer oder Wut werden nicht unterdrückt. Nur so können die Kinder lernen, auch die Gefühle anderer wahrzunehmen und zu respektieren. In Konfliktsituationen helfen wir den Kindern, diese möglichst selbstständig auszutragen. Wir zeigen ihnen verschiedene Lösungsmöglichkeiten: miteinander reden, Hilfe oder Unterstützung bei anderen suchen, Kompromisse machen oder sich körperlich fair auseinandersetzen. Dazu gehört aber auch die Toleranz gegenüber anderen. Die Kinder erfahren, dass das Zusammenleben in der Gruppe ein ständiges Geben und Nehmen ist. Nachgeben können ist genauso wichtig, wie sich durchzusetzen. So findet das Kind seinen Platz in der Gruppe, geht Beziehungen ein und lernt den Umgang mit anderen Kindern. Es entwickelt dabei soziale Kompetenzen und Konfliktfähigkeit. Diese Prozesse begleiten und unterstützen wir.

Sprachentwicklung

Die Sprache ist das wichtigste menschliche Kommunikationsmittel, um Gedanken, Informationen, Wünsche und Gefühle anderen mitzuteilen. Falls Sie zuhause eine Fremdsprache sprechen, ermutigen wir Sie, diese dem Kind weiter zu geben. Im Spiel mit der Sprache lernt es spielerisch sprechen. Darum flechten wir Lieder, Fingerverse, Wortspiele aber auch Bilderbücher, Geschichten und Rollenspiele immer wieder ins Tagesgeschehen ein. Wir lassen das Kind selber zu Wort kommen, hören ihm aufmerksam zu, beantworten Fragen altersgerecht und bemühen uns um eine deutliche, bild- und vorbildhafte Sprache. Der Alltag bietet viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, sei es beim Essen, Spielen, während der Körperpflege oder auf einem Spaziergang. Wir sind uns bewusst, dass Kinder, welche in einer sprechfreudigen Umgebung aufwachsen, später ihre geistigen Fähigkeiten besser nutzen können.

Freies Spiel und geführte Gruppenaktivitäten

Unser Ziel ist es, den natürlichen Drang des Kindes nach spielerischem Lernen zu wecken und zu fördern. Wir begleiten die Kinder auf ihrem Weg, die Welt zu entdecken. Kompetenzentwicklung beginnt schon im frühesten Kindesalter. Wir schaffen dafür Raum, bieten verschiedene Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten an, stellen abwechslungsreiche Spielsachen und eine vielfältige Materialauswahl zur Verfügung. Bei uns steht das prozessorientierte Lernen im Vordergrund, nicht das produktorientierte – der Weg ist das Ziel. Die Betreuerinnen versuchen, ein ausgewogenes Mass an Freispiel und geführten Gruppenaktivitäten anzubieten.

Essen, Schlafen und andere Rituale

• Essen

Beim Essen ist uns eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig. Die Mahlzeiten werden bei uns frisch gekoch. Die Zwischenmahlzeiten werden oft mit Unterstützung der Kinder zubereitet. Die Säuglingsnahrung bringen die Eltern individuell von zu Hause mit. Zuckerhaltiges sowie andere Süssigkeiten werden nur ausnahmsweise angeboten. Die Kinder können jederzeit ungesüssten Tee oder Wasser trinken.

Unser eigenes Essverhalten hat Vorbildwirkung.

• Schlafen

Schlafen über Mittag ist für viele kleine Kinder ein Bedürfnis. Jede Gruppe hat ein eigenes Ritual vor dem Einschlafen und achtet auf eine ruhige Atmosphäre. Wer nicht schlafen kann, darf in einem anderen Raum etwas Ruhiges spielen.

• Andere Rituale

Rituale sind wichtige Bestandteile und strukturieren den Alltag. Durch immer wiederkehrende Abläufe vermitteln sie Beständigkeit und Geborgenheit. Dank Fixzeiten wie Essen, Schlafen, Wickeln finden sich Kinder im Tagesablauf zurecht.

Jede Gruppe hat ihre eigenen Rituale, sei es bei der Begrüssung, beim Abschied, während der Aktivität, vor dem Essen, beim Mittagsschlaf und andere mehr.

Pflege

Je jünger das Kind ist, desto bedeutsamer ist das Kennenlernen der täglichen Pflege. Wir geben den Kindern die Gelegenheit, die tägliche Körperpflege als selbstverständliches Ritual zu erfahren. Die Kinder beteiligen sich ihrem Alter entsprechend aktiv daran. Sie putzen ihre Zähne, cremen ihr Gesicht selber ein, kämmen sich die Haare, waschen sich die Hände usw. Wir ermutigen sie dabei und freuen uns mit ihnen über ihren Erfolg. Das Kind entscheidet selber, ob es auf den Topf oder das WC will oder lieber noch Windeln trägt. Während der Zeit des Sauberwerdens ermutigen und unterstützen wir es liebevoll und einfühlsam.

Für Babys und Kleinkinder gestalten wir die Wickelzeit spielerisch und nehmen uns genug Zeit dafür.

Räumlichkeiten

Kleines Universum ist an der Bahnhofstrasse 8, 8714 Feldbach domiziliert. Alle Räume sind für Kinder konzipiert.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Das Eintrittsgespräch dient der ersten Kontaktaufnahme zwischen die Institution und dem Elternhaus. Die Eltern sind unsere Ansprechpartner im Zusammenhang mit ihrem Kind. Wir bemühen uns deshalb um eine gute Vertrauensbasis. Voraussetzung dazu sind Offenheit und Transparenz auf beiden Seiten. Ein regelmässiger Austausch über das Alltagsgeschehen in die Institution aber auch über die Familiensituation ist uns sehr wichtig.

Führung und Zusammenarbeit des Teams

Institutionsleiterin

Die Leitung besitzt eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung, administratives Geschick und praktische Erfahrung im Umgang mit Kleinkindern. Zudem verfügt sie über eine Weiterbildung im Führungsbereich. Die Leiterin wird in ihrer Führungsaufgabe von der Gruppenleiterin unterstützt

Zusammenarbeit im Team

Der regelmässige Austausch, gegenseitige Anteilnahme und Interesse fördern den Teamgeist. Dabei sind uns ein freundlicher Umgangston und eine offene, ehrliche Haltung wichtig. Eine gute Zusammenarbeit gibt auch emotionalen Rückhalt und fachliche Sicherheit in schwierigen Situationen. Alle Teammitglieder beteiligen sich an Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozessen und fühlen sich für deren Umsetzung verantwortlich.

Zu diesem Zweck finden regelmässig Sitzungen auf allen Stufen statt. Diese beinhalten Organisatorisches, Planung der pädagogischen Arbeit, fachlicher Austausch und Reflexion der Betreuungsarbeit.

Wir legen grossen Wert auf Teamgeist.

Wir pflegen einen wohlwollenden Umgang miteinander.

Wir akzeptieren und anerkennen unterschiedliche Persönlichkeiten und begegnen einander mit Respekt.

Wir sprechen Erwartungen, Probleme und Unstimmigkeiten an und suchen nach Lösungen.

Wir pflegen eine offene Kommunikation und konstruktive Kritik.

Unterschiedliche Talente werden sinnvoll eingesetzt.

Motivation und aktives Mitdenken werden geschätzt und gefördert.

Unsere tägliche Arbeit ist eine professionelle Herausforderung und erfüllt uns mit Freude und Stolz.